?ü?se^t^?'/;vv^';i y-'^^;'''^>-:-----'1*.VrV ^^ V s^ 4 X' '^ ^^ Harvard Univörsrty uoNia x]iH 5) mit der hiiitcni Abtheilung des- selben 3 Paar „ „ „ 2 2 2 2 2 2 2 2 2 2 3 3 2 2 2 Tiedeiiiann hat angegeben (Anatomie und Naturgesdiiclite des Drachens, Nürnberg 1811, Seife 14,) dass Draco viridis seclis Paar walire Rippen besitzt, die sich an die Seitenränder des fast rautenförmigen Brustbeins anlegen; auch hat Meckel geäussert, dass bei den Drachen die Rippen der sechs vordem Paare an das Brustbein angeheftet sind. (System der \ergl. Anatomie, Theil II., Abtiieilung 1, Seite 4.32.) Aber an einem Skelet nnd bei einem Weingeistexemplar von Draco viridis fand ich zwar sechs Paar in den Wan- dungen des Rumpfes liegende und bogenförmig stark gekrümmte Rippen, doch reichten davon nur 3 Paar bie 3' an das Bniistbeiii hin und waren an dasselbe angeheftet, weslialb ich glaubte, nur diese allein für wahre Rippen ansehen zu dürfen. §. 15. Bei den Krokodilen oder Paiizereclisen (Sauri loricad) ist das Brustbein, wie bei den meisten Scliuppenechsen, aus zwei unpaarigen und ungleich grossen Stük- ken zusammengesetzt. Das Hauptstück desselben, das im Verliältniss zu der Länge des Rumpfes beträchtlich lang ist, hat in seiner Form eine Aehnlichkeit Iheils mit dem Brustbein der Chamäleoniden, theils mit dem Hauptstück des Brustbeins derjenigen Schuppenechsen, bei welchen dieses Stück in zwei im Fleisch sich endigende Hörner ausgeht. Sein Körper besteht nämlich, wie bei den Chamäleoniden, aus zwei verschie- den geformten und ohne Unterbrechung in einander übergehenden Abtheilinigen, von denen die eine auf die andere folgt. Die vordere hat ungefähr die Form einer Raute, steht an ihren vordem Seiteurändern mit den Hackenschlüsselbeinen in Verbindung und ist um Vieles breiter, dafür aber kürzer, als die hintere. Diese beginnt sehr schmal, nimmt aber gegen ihr Ende allmählig an Breite um so viel zu, dass sie an demselben ungefähr dreimal so breit, als an ihrem Anfange ist. Bei einem 4 Fuss T Zoll langen Exemplar von Crocodilus acutus, der grössten Pauzerechse, welche ich zergliedert habe, betrug die Länge der vordem Abtheilung des grössern Brustbeinstückes 2 Zoll 1 Linie, die grösste Breite derselben 1 Zoll II Linien, hingegen die Länge der hin- tern Abtheilung' dieses Brustbeinstückes 2 Zoll II Linien, die grösste Breite derselben 10 Linien. Die Hörner des Brustbeins erscheinen als Fortsätze dieses Stückes, sind also nicht durch ein fibröses Gewebe mit ihm beweglich verbunden. Dieselben ent- springen dickt neben einander, divergiren aber sehr stark, haben eine ziemlich grosse Länge, dagegen nur eine geringe Breite, werden gegen ihr Ende immer schmäler, siiul von oben und unten abgeplattet und bilden ein Paar massig starke Bogen, deren conca- ver Rand nach aussen und vom gekehrt ist. Ihre relative Länge ist bei verschiedenen Arten ziemlich verschieden. So verhielt sich z. B. ihre Länge zu der des Körpers des grössern Brustbeinstückes bei einem 4 Fuss 7 Zoll Linien langen Crocodilus acutus . . . . = 0,65 : 1 „ langen Alligator Lucius ■=. 0,69 : I „ langen Alligator palpebrosus . . ■=. 0,69 : 1 „ langen Crocodilus vulgaris ...■=. 0,78 : I „ langen Alligator punctulalus . . z=. 1:1 Das andere oder kleinere Brustbeinstück liegt unter der rautenförmigen Platte des grössern, erstreckt sich gewöhnlich bis an das Ende dieser Platte und springt vom immer ziemlich weit über sie vor. Wie bei den Schuppenechsen ist es in eine ihm ent- sprechende Furche des grösseren Stückes eingefügt, auch darin auf gleiche Weise, wie 3 ?> 4 11 8 1 >» l 11 9 2 11 9 11 6 1 11 i» tl bei jenen befesdgt. Was seine Form anbelangt, so stellt es eine lange, scbniale und an beiden Enden abgerundete Tafel dar, die jedoch nicht allenthalben eine gleiche Breite und Dicke hat. Am breitesten ist es unter dem vordersten Theil der rautenförmigen Brustbeinplatte, und verliert von dieser Stelle aus nach beiden Enden, besonders aber nach seinem hintern Ende hin allmählig immer mehr an Breite , gewinnt dagegen , je weiter nach hinten, um so mehr an Dicke. Seitliche Fortsätze fehlen an ihm gänzlich. Das grössere Stück des Brustbeins hat das Gewebe eines ächten Knorpels. Doch findet man im Innern desselben zuweilen bei altern Exemplaren an Stellen, die bei ver- schiedenen Exemplaren sehr verschieden sind, in einer massig grossen oder auch nur geringen Ausdehnung, wie überhaupt ohne irgend eine bestimmte Regel Kalksalze abge- lagert, die aus einer gleichen Ursache, wie in dem grössern Brustbeiustück der Schup- penechsen, zusammengehäufte kleine Körner zu bilden scheinen. Das andere oder klei- nere Stück des Brustbeins erscheint immer völlig knöchern und enthält einander ziem- lich nahe Knochenkörperchen, die viele Ausläufer haben und entweder rundlich oder in verschiedenen Graden gestreckt sind. Bei noch sehr jungen Krokodilen, die erst un- längst aus ihrem Ei ausgeschlüpft sind, pflegt dieses Stück noch ganz dicht zu sein. Je älter sie aber geworden sind, in einer desto grössern Zahl haben sich in demselben massig weite Markhöhlen gebildet. Bei einem etwas mehr, als 4'/^ Fnss langen Exem- plar von Crocodilus acutus erschien es als eine schwammige Masse, die nur von einer dünnen festern Lamelle umgeben war. Mit dem Hauptstück des Brustbeins ist bei den Panzerechsen eine grössere Zahl von Rippen, als bei den Schuppenechs'eu verbunden; denn bei den Alligatoren, bei Cro- codilus vulgaris und bei Croc. acutus stehen damit 7, bei Croc. biporcatus 8 und bei Glavialis SchlegeW 9 Paar derselben in Verbindung. Die meisten davon sind an den Körper dieses Stückes angeheftet, einige aber an die vordem Theile der Hörner des- selben, und zwar ein Paar von ihnen bei Crocodilus vulgaris, zwei Paar bei Gavialis Schlegelii, Crocodilus acutus, Croc. biporcatus, Alligator Lucius, Allig. Sclerops, Allig. Cjnocephalus, Allig. punetulatus und Allig. palpebrosus. § 16. Nach Untersuchungen, die ich an verschiedentlich weit entwickelten Em- bryonen von Lacerta agilis und Krokodilen angestellt habe*), besteht das Brustbein auch bei diesen Reptilien , wie nach früher von mir gemachten Mittheilungen bei den Vö- geln und Säugethieren**), anfänglich aus zwei verhältnissmässig sehr schmalen, band- *) Von Krokodilen habe ich 9 Embryonen und mehrere Junge zergliedert. Der kleinste Embryo hatte eine Länge von 2 Zoll 2 Linien. **) Arciiiv für Anatomie und Physiologie von Joh. Müller, Jahrgang 1838. S. 363 — 366. «8 förmigen; ziemlich geraden, und an Gestalt und Grösse einander gleichen Streifen einer festern Zellenmasse, die in der vordem Hälfte des Rumpfes divergireiid von vorn nach hinten gehen, auf die beiden Seitenhälften des Körpers vertheilt sind, mehrere auf ein- ander folgende Rippen je einer Seitenhälfte unten mit einander vereinigen , im Ganzen weit von einander entfernt liegen und durch einen Theil der untern Vereinigungshaut mit einander verbunden werden. Allmählig rücken sie darauf einander näher und kom- men nach einiger Zeit ganz, vorn, dann nach und nach auch immer weiter nach hinten zu einer gegenseitigen Uerührung. Ihre Annäherung aber beruht darauf, dass der zwi- schen ihnen gelegene Theil der untern Vereinigungshaut durch Resorption immer schmä- ler wird, dagegen die eigentlichen und ursprünglich nur sehr schmalen Seilenwandungen des Rumpfes, deren vordere Hälften un(en durch die streifenförmigen Seitenhälften des Brustbeins gleichsam besäumt sind, allmählig immer breiter werden. Dabei gewinnen übrigens die beiden an sie angehefteten grossen Brustmuskeln, die ebenfalls anfänglich weit auseinander liegen, absolut und relativ immer mehr an Breite, die Rippen aber, be- sonders alle wahren Rippen nicht blos absolut, sondern auch im Verhältniss zu der Länge des Rumpfes immer mehr an Länge. — V^ ie die Seitenhälften des Brustbeins vorn zuerst zusammengetroffen sind, verschmelzen sie auch mit einander von ihren vor- dem Enden allmählig immer weiter nach hinten zu. Bezüglich dieses Vorganges findet jedoch zwischen den genannten Reptilien und den höhern Wirbelthieren in so fern eine erhebliche Verschiedenheit statt, als bei den letztern die Seitenhälften des Brustbeins ihrer ganzen Länge nach, bei den erstem hingegen nicht der ganzen Länge nach ver- schmelzen. Hinten nämlich bleiben sie bei den genannten Reptilien auf einer massig langen Strecke getrennt, und diese ihre hintern Theile stellen nach vollendeter Aus- bildung des Brustbeins die beiden Höruer desselben dar. Ausserdem aber erfolgt bei den Eidechsen auch weiter nach vorn, doch nur au einer verhältnissmässig sehr kleinen Stelle, keine Verschmelzung der beiden Seitenhälften des Bnistbeins, und diese Stelle erscheint späterhin, nachdem ein Theil des Brustbeins eine ansehnliche Breite angenom- men hat, in demselben als eine beträchtlich grosse von fibrösem Gewebe ausgefüllte Lücke oder Fontanelle. Bemerkbar war eine solche Fontanelle schon bei altern Em- bryonen der Eidechse , hatte jedoch bei ihnen eine verhältnissmässig viel geringere Grösse, als bei den Erwachsenen. Die Hörner des Brustbeins ragen bei den Eidecliseu über das letzte Paar der mit ihnen verbundenen oder wahren Rippen niemals hinaus: bei den Krokodilen aber springen sie über dieses Rippenpaai- gleich anfangs, obwohl nur wenig vor, wachsen darauf über sie nach hinten immer weiter hinaus, und krüm- men sich zugleich nach aussen um. Die angeführten Seitenhälften des Brustbeins haben schon zu der Zeit, da sie erst mit ihren vonleni Enden zusaniiiiengehoireii sind, vorne eine etwas grossere Breite, als in ihren übrigen Theilen, nnd z,\var bei den Eidechsen anf einer verhältnissmjissig viel längern Strecke, als bei den Krokodilen. Bei der weiteren Entwickeinng des Embryos nehmen dann diese vordem brcilern Theile des Brnstbeins nicht blos an und für sich, sondern auch im Verhältniss zu den hintern Theilen desselben, noch innuer niehr an Breite zu und bilden die rautenförmige Platte des Brustbeins. Verlässt der Embryo das Ei, so sind bei ihm die Formverhälinisse des Skeletstückes, welches von den beiden beschriebenen Streifen zusammengesetzt wurde, schon dieselben, wie bei den erwach- senen Exemplaren seiner Art. Die massig feste und aus dichtgedrängt beisammenliegenden Zellen zusammenge- setzte Masse, aus der die beiden Seitenhälften des Brustbeins anfanglich bestehen, wandelt sich schon bald darauf, nachdem diese beiden Theile vorn zusammengetroffen sind, in einen ächten Knorpel um. Bei deu Krokodilen erfolgt eine solche Umwandlung ohne eine Unterbrechung nach der ganzen Länge der beiden Seitenhälften des Brust- beins; bei den Eidechsen aber bildet sich an den beiden Stellen des Brustbeins, an welchen nachher die Hörner und die schildförmige Platte desselben beweglich verbun- den sind, aus der angeführten Zellenmasse ein fibröses Gewebe. Eine Gliederung der Art konnte ich schon bei Embryonen bemerken, deren Hantbedeckung sich erst unlängst z»i färben angefangen haben konnte Kalksalze lagern sich bei den Eidechsen und bei andern Schuppenechsen sowohl in der schildförmigen Platte, als auch in den Hörnern des Brustbeins erst später ab, als diese Thiere das Ei verlassen haben: denn bei ganz jungen Exemplaren von Lacerta agilis und von Tejus Teguixin fand ich die genannten Theile noch durchweg in einem knorpligen Zustande *). Erst nachdem bei den Eidechsen und Krokodilen die beiden Seiteidiälften des Brustbeins zum grössern Theil vereinigt sind und eine massig dicke fibröse Hülle als Knorpelhaut erhalten haben, tritt bei ihnen das kleinere oder sogenannte vordere Brust- beinstück auf. Dieses nun aber entsteht an der untern Seite des erstem in der er- wähnten fibrösen Hülle desselben, ohne einen Knorpel zum Muttergewebe gehabt zu haben. Vielmehr erscheint dasselbe sogleich nach seiner Entstehung, zu einer Zeit, da es erst einen sehr zarten, gegen beide Enden zugespitzten Stift darstellt, als eine Kuochenmasse, in der sich deutlich Kuochenkörperchen mit einigen Ausläufern erken- nen lassen. Doch ist diese Masse, wie ich namentlich bei Jüngern Embryonen von Ei- dechsen bemerkt habe, einige Zeit hindurch so weich, dass sie ihren Zusammenhang *) Die erwiiliMtei) Jungen von Tejus Teguixin, drei an der Zahl, liesseii an ihrem Bauche noch eine Narbe von einer NabelolTnung bemerken, obgleich sie schon 9 Zoll 4 bis 7 Linien lang waren. gl bei einer etwas starkem Berüliniiig leiclit aufgiebt. Später, wenn sie schon fest nnd bart geworden ist, findet man sie, wie ich sowohl bei Embryonen und Jnngen von Krokodilen, als auch bei jungen Exemplaren von Tejus Teguixin gesehen habe, immer zunächst umgeben von einer dünnen Schicht eines weichen und der Hauptsache nach aus elementaren Zellen bestehenden Blastems, das ebenfalls, ohne sich je in Knorpel umgewandelt zu haben, verknöchert und zur Vergrösserung des vorderen Brustbein- stückes dient. Demnach ist dieses Stück des Brustbeins den sogenannten secundäreii Knochen beizuzählen, oder als ein Deckknochen für das andre Stück des Brustbeins zu betrachten, von dem es sich auch durch sein Gefüge immerfort aufFallend unterscheidet. Schon bald nacli seiner Entstehung wächst das vordere Stück des Brustbeins über das hin